Unser colored-footprint Projekt in Mozambique gestaltete sich ein bisschen anders als die Projekte davor. Grund dafür war, dass in Mozambique an den Schulen schon die Sommerferien begonnen hatten. Somit gab es für uns nicht die Möglichkeit das Projekt an einer Schule zu machen. Da wir gute zwei Wochen an einem schönen Strand in dem kleinen Dörfchen namens Tofo verbrachten fiel uns auf, dass sehr viele Kinder am Strand unterwegs waren und den Touristen selbst gemachte Armbänder verkaufen wollten.
So überlegten wir uns das Projekt mit diesen Kindern durchzuführen. Ein wichtiger Bestandteil für eine erfolgreiche Durchführung war jedoch ein guter Dolmetscher, da die Landessprache in Mozambique nicht englisch wie in allen vorherigen Ländern sondern portugiesisch ist. Nachdem wir über ein paar Ecken einen netten jungen Mann gefunden hatten der die Geschichte vom kleinen Käfer Kribbel von englisch auf die lokale Sprache übersetzen konnte suchten wir eines Nachmittags die Kinder vom Strand zusammen und versammelten sie um zwei große Tische herum.
So hatten wir insgesamt 16 Kinder im Alter von 8-14 Jahren die an unserem colored-footprint Projekt in Mozambique teilnahmen. Der Übersetzter hatte seinen Spaß die Geschichte zu übersetzen und die Kinder hatten großen Spaß beim zuhören. Auch hier ist uns wieder aufgefallen, dass die Kinder sehr schüchtern waren was ausdenken des Endes der Geschichte betrifft. Es kamen aber insgesamt wieder tolle Ideen zusammen. Wie auch schon in den Projekten davor meinten einige Kinder der kleine Käfer Kribbel würde seiner Mama seine Schatztruhe zeigen und dann wäre sie wieder glücklich. Ein weiteres Kind brachte eine Idee ein, die bislang noch kein anderes Kind erwähnt hatte. So meinte es dass der kleine Käfer Kribbel seine Mama einfach mal fragen würde warum sie denn so traurig sei. Das war echt eine mutige Idee aus der Sicht des kleinen Käfer Kribbel. Auf die Frage hin ob die Kinder denn wissen dass es Arzte gibt die bei solchen Traurigkeitskrankheiten helfen könnten wurde dies verneint. Auch der aus dem Dorf nebenan kam meinte sowas würde es nicht wirklich geben. Es würde zwar richtige Ärzte geben die würden sich seiner Meinung nach aber nicht mit psychischen Krankheiten auskennen. Dass in diesem Land die Religion auch in Fragen der Gesundheit eine große Rolle spielt zeigte sich in einer weiteren Aussage des Übersetzers. So sollte man sich seiner Meinung nach in solch einer Situation Gott anvertrauen und der würde das dann schon wieder richten.
Bei der Gestaltung der Bilder zeigten sich wieder große Unterschiede zwischen den Kindern. Die einen malten einfach drauflos, natürlich wie alle anderen Kinder davor zunächst mit dem Bleistift. Andere Kinder hatten nach einer halben Stunde noch keinen einzigen Strich aufs Papier gebracht weil sie sich nicht trauten. Auch wenn die Kinder in Afrika wohnen haben die meisten von ihnen bislang kein einziges Tier aus dieser Geschichte in echt gesehen. Als beispielsweise ein Junge meinte er wäre fertig mit malen und uns eine Giraffe zeigte war diese nur mit Bleistift gemalt. Auf die Nachfrage hin ob die Giraffe denn grau sei wusste er keine Antwort. So zeigten wir ihm ein Bild von einer Giraffe und er malte daraufhin seine Zeichnung fröhlich mit passenden Farben aus.
Auch wenn dieses Projekt in einem anderen Rahmen stattfand fanden wir es sehr gelungen und die Kinder haben sich riesig über die tollen Buntstifte gefreut.











